Happy End

Und sie lasen glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende....

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Mein Werk ist vollendet, jetzt sind die Leser dran. Am 19. April 2014 startet die Leserunde. hier soll es zunächst einmal ruhig werden. Zwei weitere Projekte stehen bereit für die Werkstatt. Ich muss mich noch für eines von beiden entscheiden.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern beste Leseunterhaltung und freue mich über jedes Feedback! Denn dafür schreibe ich!

Rezensionen bei 

Erste Eindrücke

Am 01. April 2014 geht es offiziell los!

handlung.pngAuf der Buchmesse wird „So finster, so kalt“ zum ersten Mal den Lesern vorgestellt. Gerade zwei Tage zuvor habe ich von meiner Knaur-Lektorin das erste Exemplar erhalten. Ich würde gern behaupten, dass ich das Buch ganz abgeklärt und professionell in Empfang genommen habe --- aber wer mein aktuelles Profilbild auf facebook sieht, weiß, dass dies eine glatte Lüge ist. Ich freue mir einen Wolf!!avatar-finster.jpg

Die Präsentation am Knaur-Stand haut mich ebenfalls sehr gepflegt um. Noch begeisternder sind allerdings die Reaktionen von Fans (!!), die Finster kaufen weil sie die Worthüter gut finden. Die Lesungen und weiteren Termine sind stressig, aber spannend, interessant und erfolgreich. Besonders die Lesung auf der Fantasy-Insel – nicht zuletzt durch das Team von Werkzeugs, wortwörtlich fantastisch. Eine kleine Entschuldigung nachträglich an die Zuschauer links von mir (stellvertretend zum Beispiel die Tintenelfe, deren sympathisches Lächeln ich grade noch habe sehen können): Ich habe mich nicht umgedreht, weil ich mich dann zu weit vom Mikro weg bewegt habe. Sorry!

Nachdem ich nun auch die (für mich) überraschende Auflagenhöhe kenne und die erste bezahlte Lesungsanfrage meines Autorendaseins beim Verlag eintrifft, strahle ich vor mich hin.

Kleines Intermezzo









Weder Meerschweinchen, noch Töchter, noch Nachbarn kommen in diesem Buch zu Schaden

Es darf wieder gekocht werden

rest.pngWährend sich im Hintergrund die Termine für die Leipziger Buchmesse sortieren, gibt es zwei Dinge, auf die ich unbedingt hinweisen muss, die aber überhaupt nichts mit „So finster, so kalt“ zu tun haben.

Frisch aus der Druckpresse hüpft „Die Köche III – Der kleine Hobbykoch“, in der ich mit vielen tollen Kollegen vertreten bin. Meine Geschichte ist von meinem Nachbarn inspiriert worden, der seinen Töchtern stets damit gedroht hat, ihre Meerschweinchen zu grillen.

Zum zweiten habe ich mit meinem lieben Kollegen Oliver Plaschka und der wunderbaren Buchhändlerin Simone Dalbert einen Podcast zum Thema Social Media aufgenommen (Ja, es ist ein paar Tage her, aber immer noch aktuell!). Wer mich also (mal wieder) hören möchte, klickt hier.

Halbvoll oder halbleer?







Mal sehen, was die aufmerksamen Leser noch alles finden werden...

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Mit diesen Worten begrüßt mich meine Lektorin am Telefon, nachdem ich die Druckfahnen abgegeben habe. Es gibt nämlich noch eine Stelle, die beim Korrektur-Lesen hakt*. Um das mal zu verdeutlichen:

Textstelle 1:

Schließlich stand er auf, nahm eine Flasche Wasser und goss sich davon in sein Glas. Mit einer Kopfbewegung deutete er auf Merles leeres Glas und sah sie fragend an, doch sie lehnte ab.

Textstelle 2:

Jetzt griff Jakob zu einem der Blister mit den Tabletten und zog das halbvolle Wasserglas, das Merle stehengelassen hatte, heran.“
(...)
„Das Wasserglas hatte er herangezogen, weil er trinken wollte und dann festgestellt, dass er selbst kurz zuvor ein eigenes Glas abgelehnt hatte. Eine ganz automatische Reaktion. Merle hatte im Büro auch schon Gläser oder Tassen verwechselt. So etwas kam vor.

Das liest sich wie ein Widerspruch, der eigentlich keiner ist. Das Problem ergibt sich aus der erzählten Zeit und der Erzählzeit.

In der erzählten Zeit liegen zwischen Stelle 1 und den anderen beiden ca. 14 Stunden. Zeit genug für zwei Menschen mit normalem Trinkverhalten, Wassergläser einzuschenken, abzulehnen, auszutrinken oder was-auch-immer.

Die Erzählzeit beträgt dagegen nicht einmal drei Seiten, also nur ein paar Minuten, in denen man sich von einer Textpassage zur nächsten liest. Und stutzt. So wie die aufmerksame Korrektorin.

Jetzt isst Jakob in Stelle 1 trockene Kekse. Dort ist es nämlich völlig unerheblich, dass er Wasser einschenkt, er musste nur „irgend etwas“ tun. Stelle 2 ist dagegen wichtig und es gibt weitere Passagen, die sich darauf rückbeziehen. 

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*Es ist wie mit Präsentationen: Man verfasst sie, liest sie siebenundachtzig Mal Korrektur und gibt sie zwölf anderen Menschen zum Korrektur-Lesen. Am Tag der Präsentation erscheint die erste Folie, und *bang* springt einem der neunundneunzig Mal übersehene Rechtschreibfehler entgegen. Warum sollte das mit Büchern anders sein???

Druckfahnen

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Ein paar märchenhafte Schnörkel
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Ich korrigiere die Druckfahnen und entdecke – Schande über mich! – tatsächlich noch einen kleinen Logikfehler, weil Merle eine Information nutzt, die sie noch gar nicht haben kann, weil Jakob ihr diese erst im folgenden Kapitel gibt.

Ansonsten bin ich erstaunlich zufrieden! Wie immer drängt sich mir passagenweise die verwunderte Frage auf, dass ich das wirklich geschrieben haben soll (habe ich, ich beschäftige keinen Ghostwriter).

Dann gibt es solche Sätze, die gefühlt nie fertig werden: Sätze, bei denen ich mich zurückhalten muss, die siebte Änderung, die ich schon dreimal zurückgenommen habe, um sie wieder neu zu formulieren, ganz zu streichen.

Zuletzt wird in diesem Buch eifrig geschnörkelt. Ich kenne selbst noch nicht alle Verzierungen, weil ein paar davon in den Druckfahnen nur mit Platzhalter-Linien markiert sind. Daher bin ich sehr gespannt auf das Ergebnis!

Ab jetzt: Aktuell!

Rechts im Bild: Wolf mit Korb, in dem natürlich Wein und Kuchen für die Großmutter sind!

Bildrechte: Jutta Stegers Photography (www.juttastegers.de)

formelles.pngDas Lektorat geht Ende November heimlich, still und leise zu Ende. Ich gebe den Text mit einer Länge von 354 Seiten ab, wobei einige davon neuen Seitenumbrüchen geschuldet sind. Für die Testleser: Es ist der weniger stimmungsvollere, aber logischere Schluss. Eben jene Logik und geringere Erklärungsbedürftigkeit geben den Ausschlag.

Große neue Umwälzungen gibt es nicht. Ein paar Aspekte sind deutlicher formuliert und fließen in neu geschriebene Szenen ein, ein paar andere erfahren kleine Bedeutungsverschiebungen. Ein paar Diskussionen hier, ein paar kritische Anmerkungen dort, doch insgesamt läuft alles glatt. Noch einmal: herzlichen Dank an Momo Evers!

Was kommt: Ich bekomme irgendwann Anfang nächsten Jahres die Druckfahnen. Die Vertreter ziehen Anfang des Jahres los – denn ja: auch Verkaufszahlen spielen eine Rolle. Der Verlag plant eine Lesung auf der Buchmesse Leipzig, und am 01. April ist es soweit: „So finster, so kalt“ erscheint. Und im Forum www.leserunden.de der wunderbaren Susanne Kaspers wird es eine Leserunde geben.

Allen Leserinnen und Lesern ein gutes, erfolgreiches und traumhaft schönes Neues Jahr!

Rezepte!

ambiente.pngNach einer umfassenden Recherche entscheide ich mich dafür, „mein“ Hohenzollernstangen-Rezept ins Buch aufzunehmen. Jene Hohenzollernstangen sind nämlich nicht nur wie erwähnt, Lebkuchen-ähnlich, nein, sie sind Lebkuchen. Oder Pfefferkuchen – wie auch immer!

Mir ist das bisher nicht bewusst gewesen, weil ich mit Lebkuchen eher die Nürnberger-Oblaten-Variante verbinde. Der Teig dieses angeblichen Nachkriegs-Rezepts meiner Oma ist jedoch dem klassischen Lebkuchen (ohne Honig!) zuzuordnen, in der Verarbeitung den Printen ähnlich und dem Namen nach (Hohenzollern) aus dem Kölner Raum, was zu der familiären Herkunft der Schwiegermutter meiner Großmutter passt. Ich vermute weiterhin, dass einige Gewürze im Laufe der Zeit einfach weggelassen wurden. Es kommen nämlich „nur“ Zimt, Kakao und Muskatblüte hinein.

Das Rezept im Buch ist ein wenig abgewandelt und nach traditionellen Rezepten um Orangen- und Zitronenschale und Kardamom ergänzt.

Neutaufe

Merles Arbeitskollege Jens heißt übrigens inzwischen Volker

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Nachtrag Anfang November 2013

Wie bereits erwähnt, tu‘ ich mich mit dem Namen Thomas inzwischen etwas schwer. Zum Glück hat Thomas Wolff jedoch einen zweiten Vornamen: Jakob. Das ist der Name seines Großvaters väterlicherseits. Weil damals in der Schule sechs Jungs in der Klasse Thomas hießen, hat „mein“ Thomas sich einfach Jakob genannt (bei seinen Freunden hieß er meistens „Wolff“, klar). Später, als Thomas Jakob Wolff Germanistik studiert, findet er die Nähe seines Namens zu Jakob Grimm sehr hübsch. Und bleibt dabei.

Bisher finde ich keine Stelle im Buch, wo ich das genau so erklären kann. Daher könnte das eine Blog-Exklusiv-Information werden. Außerdem bin ich hier eine Antwort schuldig, wieso Jakob in den alten Beiträgen Thomas heißt...

Testleser und zwei Enden

Ich bin sooo gespannt!

handlung.pngNachtrag Mitte Oktober 2013

Wie am „Nachtragsdatum“ zu sehen, tut sich in den drei Monaten nichts, was zu berichten wäre. Ich habe allerdings ganz vergessen zu erwähnen, dass ich zwei alternative Enden geschrieben habe. Und die Testleser sind sich natürlich völlig einig. 50:50. Was nehme ich auch eine gerade Anzahl an Testlesern...Wie auch immer: In den nächsten Tagen fällt die Entscheidung.

Info-Dump und Füllwörter

Beta-Version wird Gamma-Version oder „First Final“

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Nachtrag Mitte Juli 2013

Ich habe wohl auch einen Hang zu manchen Füllwörtern. Und wenn ich mich an ihnen geradezu festlese, kommt es mir meistens irgendwann tatsächlich so vor, als ob dann eigentlich fast der gesamte Text aus solchen Füllwörtern besteht. Dabei ist doch so manches Füllwort wichtig. Aber eben nicht alle. Die meisten können halt ersatzlos gestrichen werden. Bei mir sind es ja dann so pro Wort ungefähr fast zwei Drittel, aber auch mal mehr, je nach Wort…*

Darüber hinaus sind sich die Testleser nicht ganz einig, ob am Anfang zuviel Information gegeben wird, oder nicht genug. Das überlasse ich daher der Lektorin Momo Evers.

Der Text schrumpft auf 324 Seiten und bereit zur Abgabe. Die Bearbeitung erfolgt frühestens im September. 

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*Achtung, der vorliegende Text enthält Füllworter - viele.

So finster, so kalt

formelles.png*** Aktuell ***

Heimlich, still und leise, das heißt von mir unbemerkt, erscheint auf den Seiten des Verlages die Vorschau. Damit sind Cover und Titel nun offiziell: „So finster, so kalt“ erscheint am 01. April 2014. Die weiteren Planungen nehmen Gestalt an.

Ein Sack voller Kommata

Alpha-Version wird Beta-Version

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Nachtrag Anfang Juli 2013

Der Roman ist überarbeitet. Wie jedes Mal habe ich den Eindruck, man könnte einen Sack Kommata nehmen und über den Text ausschütten. Die kleinen schwarzen Textkameraden finden ausreichend Stellen, an denen sie sich niederlassen können. Anders gesagt: Ich bin benutze sie sehr sparsam. Genau wie Ausrufezeichen, was aber ganz gut ist.

Für die Statistik: Der Text schrumpft von 334 auf 331 Seiten und ist nun bereit, sich den Testlesern zu stellen. Die Autorin macht Pause.

Schaukelstuhl


Die Geschichte des Schaukelstuhls ist voller Schwankungen

ambiente.pngNachtrag Anfang Juli

Zu guter Letzt stelle ich jemanden vor, der sich im Laufe der Arbeit am Roman langsam aber sicher eine Hauptrolle unter den Möbelstücken erarbeitet hat. Ehrlich, ich hätte nie gedacht, wie flexibel und „belebend“ so ein Schaukelstuhl sein kann. In der Realität finde ich die Dinger meistens unbequem. Ich kenne sie eher als dekorativ herumstehendes 70er Jahre Relikt aus Rattan, denn als wirklich brauchbare Sitzgelegenheit.

Fazit: Ich habe Schaukelstühle bisher absolut unterschätzt!

Endspurt

*uff*

handlung.pngNachtrag Ende Juni 2013

Mit einem Riesensprung innerhalb von knapp drei Wochen von „Neu geschrieben und überarbeitet: ca. 170 Seiten“ auf „Fertig“?

Ja, das geht. Aber das fühlt sich gerade auch so an.

Und damit ist alles gesagt: „Geschrieben: ca. 334 Seiten“

Jetzt wird noch ungefähr eine Woche gelesen und geschliffen, dann geht das Baby ab an die Testleser und anschließend ins Lektorat.

Männliche Perspektiven

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Bildrechte: Sandra Baumgärtner - Trier (privat)
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Nachtrag Ende Juni 2013

Gegen Ende gibt es eine Szene aus Thomas‘* Perspektive. Er sitzt vor einem typischen kleindörflichen Blumenrabatten-Idyll und hat Astern und Chrysanthemen vor sich. Und das ist genau das Problem. Bereits beim Hüter der Worte hat mich mein treuester männlicher Testleser darauf aufmerksam gemacht, dass die männliche Perspektive manchmal anders ist, als die weibliche. In diesem Fall: „simpler gestrickt“. Ich höre ihn im Geiste sagen: „Aster und Chrüsa…was? Also nein, für uns Männer sind das einfach bunte Blumen“.

Und so geschieht es: Es wird eine Rabatte mit „bunten Herbstblumen“.

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*Edit: Im November 2013 wird aus Thomas Wolff Jakob Thomas Wolff. Warum das so ist, steht hier

Unserer Lieben Frau zu Thierenbach

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Wieder ein Ort am Rande der Realität

Bildrechte: Ferlut via Wikimedia Commons (Lizenz: CC BY-SA 2.0 DE)
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Nachtrag Ende Juni 2013

Ein ebenfalls sehr früh feststehender Handlungsort für die Geschichte um Merles Vorfahren ist Das Kloster „Unserer Lieben Frau zu Thierenbach“, ein Benediktinerkloster im Elsass. Seitdem ich die Handlung 100 Jahre vorverlegt habe, passt die Geschichte dieses einst bedeutenden Wallfahrtsortes sehr schön in den Gesamtzusammenhang.

Die Kirche ist jünger als die Vergangenheit der Familie Hänssler. Sie wurde in der Zeit des Dreissigjährigen Krieges zerstört und danach wieder aufgebaut. Als Merles Vorfahr dorthin gepilgert ist (sein soll), dürfte er dort sehr wenig vorgefunden haben. Umso mehr dichterische Freiheit für mich.

Lebkuchenmännlein


Früher war alles fremdländische „Pfeffer“ – daher der Name Pfefferkuchen

ambiente.pngNachtrag Ende Juni

Die Hauptanlehnung des Buches ist für mich so verständlich, dass ich sie bisher gar nicht erwähnt habe: Hänsel und Gretel. Infolge der Überarbeitungen rückt der Lebkuchen so weit in den Mittelpunkt, dass ich darüber nachdenke, ein Rezept in das Buch aufzunehmen. Aber welches? Sich eines bei Chefkoch.de oder in einem Backbuch herauszusuchen, ist langweilig.

Nun besitze ich tatsächlich ein „Oma-Rezept“: Hohenzollernstangen sind ein von meiner Großmutter (väterlicherseits) überliefertes Rezept für harte, lebkuchenähnliche Plätzchen, die ich bisher nicht im Netz gefunden habe. Vielleicht veröffentliche ich das Rezept hier oder im Buch. Mal sehen.

Tubular Bells

Tubular Bells (1973) ist ein Meisterstück des Progressive Rock und hielt sich über 5 Jahre in den britischen Charts

Das ebenfalls sehr alte Schallplattencover meines Freundes (Bildrechte ebenfalls bei ihm)

recherche.pngNachtrag Mitte Juni 2013

Für eine sehr kurze Szene benötige ich ein Instrumentalstück, das jemand in einem Auto hört. Weil ein sehr alter Freund von mir Mike Oldfield-Fan ist, komme ich auf Tubular Bells. Auf der Suche nach einer Sequenz, die ich kenne, erfahre ich, dass ein Stück als Titelmelodie für „Der Exorzist“ verwendet wurde. Das ist so passend, dass es schon fast unheimlich ist…Gekauft!

Still got the Blues


Hadern mit dem eigenen Text. Oft ein Zeitpunkt, an dem mancher Autor wunderschöne Projekte aufgibt.

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Nachtrag Mitte Juni 2013

Trotz Urlaub rutscht die Geschichte gerade nicht mehr von der Hand. Ich kenne das schon von allen anderen Projekten: Irgendwann habe ich überhaupt gar keine Lust mehr auf das Buch. Das ist keine Schreibblockade – zumindest nicht in dem Sinne, wie ich diesen Begriff verstehe. Ich wüsste genau, was ich schreiben möchte. Ich habe auch nicht das dringende Bedürfnis, mich um meine Steuererklärung zu kümmern.

Aber auf einmal gefällt mir das, was ich geschrieben habe, nicht mehr. Ich finde es langweilig und langatmig und würde am liebsten mindestens die Hälfte komplett neu und anders schreiben. Das geht nicht allen Kollegen so, aber immerhin einigen, das ist nichts Ungewöhnliches. Die einzig richtige Strategie lautet: Augen zu und durch.

Und bloß nicht gerade jetzt ändern und überarbeiten. Das hält auf und ist doppelte Mühe.

Neu geschrieben und überarbeitet: ca. 170 Seiten

Urlaub

rest.pngNachtrag Anfang Juni 2013

Ungewöhnlich für mich aber vermutlich notwendig schreibe ich Ende Mai/ Anfang Juni so gut wie nichts. Ich hörte, das wäre „Erholung“ oder „Urlaub“… Im Moment bin ich sehr unzufrieden mit Merle und welche Entwicklung die Figur nimmt. Stattdessen entstehen zwei neue sehr konkrete Ideen für andere Projekte, die ich skizziert in die virtuelle Schublade lege. Aber jetzt heißt es wieder durchstarten.

Neu geschrieben und überarbeitet: ca. 115 Seiten

Ein wenig Besucheranalyse

rest.pngNachtrag Mitte Mai 2013

Blog und Homepage sind nun knapp einen Monat online. Ich stelle fest, dass durchaus ein paar Leute herfinden, obwohl ich bisher keine große Werbung gemacht habe. Wenn ich „werbe“, dann auf facebook, was sich immer unmittelbar in den Besucherzahlen erkennen lässt. Dann folgen die Eingabe von www. dianamenschig.de und www.seitenrauschen.de gleichauf.

Weiterhin merke ich, dass ich dieses „Vorarbeiten“ sehr angenehm finde. Dadurch verändert sich der ein oder andere Beitrag, und ich kann Ergänzungen vornehmen, bevor er „live“ im Netz ist. Da ich keine Kommentare zulasse, spielt die Aktualität ohnehin eine eher geringe Rolle. Wenn ich spätestens im August abgebe, folgt noch das Lektorat, aber es wird nicht mehr viel zu berichten geben. Dann kann das Blog bis zum Erscheinungstermin (Frühjahr 2014) aufholen.

Dies ist ein Werkstattblog. Das bedeutet, dass er auch beendet wird, sobald das Buch erschienen ist, bzw. kurz danach. Insofern gibt es auch keine Schwierigkeiten mit dann hoffentlich wieder stattfindender Leser/in-Interaktion.

Titel für Projekt „K“, zweiter Teil


Wie wird das Kind wohl heißen?

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Nachtrag Mitte Mai 2013

Der Titel ist entschieden. Es ist nicht mein Arbeits- und damit Wunschtitel geworden, sondern einer, den ich nicht erwartet hätte. Ich bin sehr gespannt, wie er ankommen wird.

Außerdem wird am Cover gewerkelt. Mich freut, dass Sandras und Ronnys Logo auch im Verlag gut ankommt. Vielleicht werden sogar Elemente daraus übernommen. Die Adressen sind jedenfalls ausgetauscht.

Neu geschrieben und überarbeitet: ca. 65 Seiten

Textvermehrung

handlung.pngNachtrag Mitte Mai 2013

Ohne groß ein Wort zu schreiben, vermehrt sich der Text um ungefähr 20 Seiten mit Anmerkungen zu Handlung, Kapitelstruktur, Personen, Zusammenhängen, weiteren gefühlten 400 Ideen und so weiter. Das ist jetzt auch der Zeitpunkt, an dem, wie in „Zurück nach Hamburg“ bereits erwähnt, Einzelteile wieder rausfliegen. Rein von der Menge wird der Text jetzt also erst einmal gleich bleiben und stattdessen das Vorhandene überarbeitet.

Neu geschrieben und überarbeitet: ca. 30 Seiten

Unterhosen




Das Schreiben eines Buches ist eine ernste Sache…

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Wer trägt so etwas...?
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Nachtrag Mitte Mai 2013

Bei der Entstehung eines Buches spricht man mit vielen Leuten. Ein paar Ideen schaffen es dann später in die Geschichte.

Andere nicht: So wie der Vorschlag für eine Anlehnung an Froschkönig: Thomas* könnte eine Unterhose/Boxershorts mit Fröschen drauf tragen und Merle auffordern, diese zu küssen.

Also bitte!

...Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass es zumindest Boxershorts mit Froschmotiven gibt...

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*Edit: Im November 2013 wird aus Thomas Wolff Jakob Thomas Wolff. Warum das so ist, steht hier

Halbe Geschwindigkeit

Ich war schon bei der Rollenspiel-Charaktererschaffung in Sachen Namen eher unentschlossen…

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Nachtrag Anfang Mai 2013

Die Schreibgeschwindigkeit nimmt nun wieder ab, da ich parallel beginne, einzelne Abschnitte zu überarbeiten.

Was sich zum Beispiel ändert: Merles Familiengeschichte bekommt einen anderen Stellenwert. Ihr Jugendfreund Björn Dreher bekommt eine größere Rolle, ebenso seine Tochter Ronja. Merles Beziehungsstatus ändert sich von „Single“ zu „Es ist kompliziert“.

Ich habe Thomas* so genannt, weil in seinem Jahrgang (1969) dieser Name auf Platz 1 der Vornamen-Hitliste steht. Und jetzt erst merke ich (Nein, wirklich!), dass ja mein Protagonist in „Hüter der Worte“ Tom heißt, also quasi Thomas in kurz.

Thomas Wolff besteht auf „Thomas“ (So viel Zeit muss sein!). Aber diese Dopplung gefällt mir gerade gar nicht, seitdem sie mir aufgefallen ist. Markus? Sebastian? Matthias? Lukas? Mache ich eine facebook-Umfrage? Immer diese Entscheidungen!

Geschrieben: ca. 235 Seiten

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*Edit: Im November 2013 wird aus Thomas Wolff Jakob Thomas Wolff. Warum das so ist, steht hier

Droemer Knaur und die Märchen

Andersens Märchen
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Nachtrag Anfang Mai 2013 

Die Recherche führt mich immer wieder zu Originalen. Meine Märchenbücher stammen zum Teil aus der ehemaligen DDR und sind sehr liebevoll gestaltet. Eine weitere Märchenerinnerung sind natürlich die tschechischen Märchenfilme, in denen mein Nachnamensvetter Vladimir Menšìk (sprich: Menschik, genau wie meinen Nachnamen, trotz des weichen "G" am Ende) mitspielt.

Eine interessante Entdeckung mache ich, als meine Mutter und ich ihren Märchenbücher-Fundus plündern: Eines davon ist von Droemer Knaur von 1938. Damaliger Preis: 11,80 DM, Damalige Auflage: 470.000. Ein Bestseller! Somit kehrt der Verlag einmal zu seinen Wurzeln zurück.

Geschrieben: ca. 220 Seiten

Urlaubsgruß

Irgendwo in Deutschland...
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 ***Aktuell***

Der Urlaubsgruß meiner Mutter aus dem Süden Deutschlands ist von Titel und Inhalt des Buches inspiriert. Sie hat zum ersten Mal testgelesen und im Übrigen ist ihr das Buch gewidmet. Ich finde es sehr faszinierend, dass dieses Bild mir deutlich zeigt, dass sie die Stimmung der Geschichte begriffen hat. Mehr als 1000 Rückmeldungen es je könnten....

Titel für Projekt "K"


Sollte das Buch wider Erwarten einen dieser Titel tragen, bin ich dafür nicht verantwortlich!

formelles.pngNachtrag Ende April 2013

Das Kind braucht einen Namen, und so läutet meine Lektorin das Titel-Brainstorming ein. Mir fällt eine Menge Blödsinn ein. Was haben wir bisher?

Ein Haus, einen Wolf(f), Wald, Katzen, Märchen. Wie wäre es mit „Ein Häuslein steht im Walde“ oder „Die ungestiefelte Katze“? Ich könnte Merle in Petra umtaufen und es „Petra und der Wolf“ nennen oder „Merle und die sieben Zwergkatzen“ (dann fehlen noch vier) oder „Die kleine Merle-Jungfrau“ (so sie eine wäre).

Aus mir wirklich (!) unerklärlichen Gründen musste ich die Tage an den Titel „Haus ohne Hüter“ (von Heinrich Böll) denken. Vielleicht wäre „Haus ohne Worthüter“ ja eine tolle Idee?

Äh…Nein!

Geschrieben: ca. 200 Seiten

Alter!

personen.pngNachtrag Mitte April 2013

Am Montag, den 20.04.2013 ist in der Zeit eine Polemik über die Demographie in Deutschland erschienen. Abgesehen davon, dass sie zu lang und an manchen Stellen in der Argumentation seltsam ist und hinkt, denke ich darüber nach. Denn witzigerweise fällt sie mit folgender Begebenheit zusammen:

Zusammenhang: Unwichtig
Mein gleichaltriges Gegenüber: „Wir sind doch noch nicht alt!“
Meine Antwort: „Naja, ich denke gerade darüber nach, ob ich Thomas Wolff* eine Lesebrille verpasse. Er ist Mitte Vierzig, da geht das los.“
Antwort: Entsetzter Blick.
Tja, es ist wirklich so: Ich werde Vierzig. Meine Kurzsichtigkeit hat sich bereits verbessert. Jetzt ist es schon wieder soweit, dass ich die Jahreszahl auf den Euromünzen mit Kontaktlinsen nicht mehr lesen kann…Trotzdem fühle ich mich…jung!

Das beantwortet auch hoffentlich die ohnehin aufkommende Frage: Was habe ich, die Autorin, mit Merle gemeinsam? Nichts, nur das reife junge Alter.

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*Edit: Im November 2013 wird aus Thomas Wolff Jakob Thomas Wolff. Warum das so ist, steht hier

Blog-Bild

rest.pngNachtrag Mitte April 2013

Auf der Buchmesse Leipzig Mitte März 2013 lerne ich Sandra von der Büchernische persönlich kennen. Sie ist eine der Leserinnen von „Hüter der Worte“ bei Lovelybooks gewesen und mir wegen ihrer schönen Fotos auf ihrem Blog und ihrer facebook-Seite aufgefallen. Daher frage ich sie, ob sie mir ein Titelbild für Seitenrauschen anfertigt. Zu meiner Freude stimmt sie zu, und das Ergebnis ist hier oben zu bewundern.

Geschrieben: ca. 185 Seiten

Gänseblümchen, Dampfgarer und Apfelernte

aepfel.pngNachtrag Mitte April

Vorgestern habe ich – obwohl es kaum wichtig ist – intensiv recherchiert, wann welche Apfelsorten geerntet werden. Gestern habe ich Infos über Dampfgarer als Einbaugeräte gesucht. Heute überprüfe ich die Blütezeit von Gänseblümchen. Es ist wirklich erstaunlich, was ich alles nachsehen „muss“, um dieses Buch zu schreiben.

Im Ernst: Mir ist wichtig, dass solche Kleinigkeiten stimmen. Sicherlich übertreibe ich manchmal, aber als Leserin kann ich mich gut darüber aufregen, wenn mir was von Walnussernte im Februar erzählt wird. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als Dinge zu überprüfen.

Und eigentlich geht das auch recht schnell. Wenn ich nicht von Wikipedia aus von hier nach da und woanders hin surfen würde... Bei der Recherche zur den Fernsehserien der Achtziger und Exorzismus bin ich zum Beispiel in der deutschen Synchronkartei ausgekommen. Hochinteressant, kann ich nur sagen...

Geschrieben ca. 175 Seiten

Redaktion


Die metaphorische Referenz an "Tischlein deck dich" ist rein zufällig.

handlung.pngNachtrag Mitte April

Ich führe mein erstes ausführliches redaktionelles Telefonat mit meiner externen Wunsch-Lektorin Momo Evers.

Die gute Nachricht: Ich habe gefühlt 400 neue Ideen, die ich jetzt noch einbauen möchte. Die schlechte Nachricht: Ich habe gefühlt 400 neue Ideen, die ich jetzt noch einbauen möchte. Einige Kleinigkeiten werden geändert. Zum Beispiel ist Merle nicht mehr bei der Stiftung Kinder Zukunft und Jens statt Pressesprecher ihr direkter Mitarbeiter und Rechtsanwaltsfachangestellter (Dieses Monsterwort werde ich vermeiden, wenn ich kann!).

Außerdem zickt der Meta-Plot. Ein bisschen. Ich meine: Ich wusste, dass er das tun würde. Er tut das immer. Aber nett ist das nicht, kein bisschen.

Genau dafür sind ja Lektoren da. Um der Autorin zu helfen, dieses widerspenstige, zappelnde Plot-Zicklein wieder einzufangen und auf den rechten Weg zu bringen.

Geschrieben ca. 160 Seiten

Rückschlag

recherche.pngNachtrag Anfang April

Zurück in die Vergangenheit arbeite ich den Lebenslauf von Merles Vorfahren und Nach-Namensgeber Hans weiter aus und stelle fest: So geht das alles gar nicht!

Inzwischen weiß ich gar nicht mehr, warum ich eigentlich davon ausgegangen bin, dass Baden-Württemberg überwiegend katholisch ist. Das stimmt zwar für einen Teil des Landes, aber eben nicht für das Markgräflerland, in dem sich die Reformation schon früh über das Herrscherhaus Baden-Durlach durchgesetzt hat. Das hab ich davon, wenn so viel recherchiere und - soweit das in einem fantastischen Werk möglich und sinnvoll ist - realistisch blieben möchte.

Also die Handlung entweder wieder 100 Jahre weiter zurück in die Vergangenheit (vor die Reformation) oder geographisch in eine katholisch geprägte Region verlegen.

Beides passt mir nicht.

Schwindeln kommt nicht infrage, selbst wenn es Steinberg nicht gibt und eigentlich niemand das Gegenteil behaupten kann, wenn ich sage, dass es katholisch geprägt ist.

Mist. 

Geschrieben: ca. 140 Seiten

Ende


Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende

handlung.pngNachtrag Anfang April 2013

Seitdem das Exposé abgegeben ist, habe ich das Ende des Buches fertig im Kopf. Bisher schreibe ich bis auf die in Durcheinander genannte Ausnahme chronologisch, um mir Überarbeitungen zu ersparen. Brüche ergeben sich sonst bei mir zwangsläufig. Aber heute ist mir nach Ende.

Es ist ein schönes Ende. Jetzt frage ich mich: Sollte ich nicht einen märchengemäßen letzten Satz wählen? Ich schwanke noch. Im Moment wirkt es eher ein bisschen albern. Aber Thomas* und Merle machen auf den letzten Seiten ohnehin ein paar dumme Bemerkungen, die ich ihnen vermutlich noch aus dem Mund streichen werde. 

Geschrieben: ca. 125 Seiten

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*Edit: Im November 2013 wird aus Thomas Wolff Jakob Thomas Wolff. Warum das so ist, steht hier

Die Sexszene zweiter Teil

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handlung.pngNachtrag Anfang April 2013

Ich schreibe sie endlich, die besagte Szene. Das Schlimmste daran ist ja, dass ich mir nach einigen Stunden ein paar Seiten rausquäle, an denen ich gerade überhaupt nichts mehr erotisch, romantisch oder auch nur ansprechend finde. Mit der intensiven Beschäftigung verliert „das eine Thema“ jeglichen Reiz.

Mir ist klar, dass man das genauso üben kann, wie alle anderen Szenen. Ich kenne dieses Phänomen schon von extrem emotionalen, besonders traurigen oder aktionsgeladenen Szenen. Nach ein paar Stunden bin ich so abgestumpft, dass ich gar keine Emotionen oder Action mehr empfinde, sondern alles langweiliger Wortbrei wird.

Da hilft nur: unbedingt ein paar Tage warten und dann erst überarbeiten.

Immerhin freut sich meine Lektorin über meine Steh- äh, Gehversuche, lacht mich freundlich ein bisschen aus und verspricht mir, „Knaurs-Best-Of-Sexszenen“ zur Anschauung zu schicken. Ich lese und… schweige.

Geschrieben: ca. 110 Seiten

Ein Bild von Thomas*



Ein Blick in den Spiegel verrät gern etwas über Protagonisten

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Nachtrag Anfang April 2013

Beim Hüter der Worte habe ich schon festgestellt, dass es zwei Arten von LeserInnen gibt: Die einen wollen eine möglichst genaue Beschreibung der Figuren (Größe, Augen, Haare, Kleidungsstil). Für die anderen transportiert sich das Aussehen mehr über die Beschreibung von Gestik oder Bewegung. Manche der letzteren gehen sogar soweit, dass sie die „wahren“ Figurenmerkmale ignorieren: „Braune Haare? Für mich ist der blond und das bleibt auch so.“

Thomas wird beschrieben und erscheint nun in Form eines Fotos auf der Webseite seiner Fakultät wortwörtlich auf der Bildfläche. Wenn Merle das Foto bei ihrer ersten Begegnung mit der Realität vergleicht, stellt sie natürlich Unterschiede fest, denn das Foto ist uralt.

Selbst wenn theoretisch alles an Personenbeschreibung später rausgestrichen würde, habe ich jetzt ein Bild von Thomas. Die Figur bekommt Substanz und ist aus dem eher nüchternen Exposé heraus be-greifbar geworden.

Geschrieben: ca. 100 Seiten

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*Edit: Im November 2013 wird aus Thomas Wolff Jakob Thomas Wolff. Warum das so ist, steht hier

Westoberdeutsch…bitte was?


Deutsche Sprache: Vielfältige Sprache, aber schwere Sprache. Das war schon immer so

recherche.pngNachtrag Ende März 2013

Thomas Wolff* ist promovierter Germanist mit einem Schwerpunkt auf Sprachgeschichte rund um das Markgräflerland, wo Projekt „K“ hauptsächlich spielt. Ursprünglich soll die Handlung von Merles Vorfahren schon im Hochmittelalter um 1200 beginnen. Natürlich recherchiere ist dafür, wann die Menschen wo welche Sprache gesprochen haben: Mittelhochdeutsch.

Aus verschiedenen Gründen verlege ich die Handlung zeitlich weiter nach vorne. So komme ich vom Mittelhochdeutschen zum Frühneuhochdeutschen.

Experte für Frühneuhochdeutsch? Mal ehrlich, das klingt...seltsam unrund.

Aber es gibt ja noch Dialekte. Aus den Tiefen meines Gedächtnisses krame ich das Schlagwort alemannischer Dialekt für die Gegend des Hochschwarzwaldes heraus. Ich überprüfe das, und es stimmt, aber die Wissenschaftler nennen es Westoberdeutsch. Och nö…

Aber gut. Thomas ist also Experte für Westoberdeutsch. Ich packe ihm mal besser noch den Forschungsschwerpunkt „Sagen des süddeutschen Raumes und der Nordalpen“ dazu. Sonst wird mir das zu trocken.

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*Edit: Im November 2013 wird aus Thomas Wolff Jakob Thomas Wolff. Warum das so ist, steht hier

Zurück nach Hamburg

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Bildrechte: Achim Conring - Hamburg via Wikimedia Commons (Lizenz: CC BY-SA 2.0 DE)

orte.pngNachtrag Ende März 2013

Nach einem ausführlichen Trip in die Vergangenheit kehrt Merle nun zurück nach Hamburg und verliert sich ihrerseits in Erinnerungen. Dabei versuche ich immer wieder, ein paar Eindrücke von Hamburg einzufangen. Zum Beispiel während einer Fahrt über die Lombardsbrücke mit Blick auf die Binnenalster.

Zum ersten Mal entstehen nun ein paar Abschnitte, die ich notfalls kürzen oder straffen könnte. Mir gefallen sie sehr gut, weil sie ausdem bisherigen Verlauf der Geschichte etwas Dynamik herausnehmen und damit Merle (und die LeserInnen) durchatmen können. Vielleicht stellt sich jedoch später heraus, dass ich auf solche Ruhepausen besser verzichte.

Geschrieben: ca. 80 Seiten

Nachhilfe in Sachen Sex





Hat sich die Erwartung an explizite Szenen seit "50 Shades of Grey" verändert?

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Teil Neununddrölfzig des Romantasy-Welterfolges Black Dagger

recherche.pngNachtrag Ende März 2013

Ich denke, dass ich dieses Mal nicht darum herum kommen werde, in ein bis zwei Szenen intimer zu werden. Als ich diesen Plan meiner Agentin Julia Abrahams mitteile, entscheidet sie sofort, dass ein wenig Weiterbildung und Nachhilfe nicht schaden kann. Sie verspricht mir also, bei unserem nächsten Treffen ein paar Black Dagger Bücher mitzubringen. Ich kenne die Serie nicht, aber das Autorenprofil bei amazon verrät mir über die Autorin: „Inzwischen gilt J. R. Ward in den USA als eine der besten Autorinnen von mystisch angehauchten erotischen Liebesgeschichten.“

Na gut, dass klingt zumindest nach einer, die es gut macht. Ich bin ja gespannt.

Neuigkeit in Leipzig

Mein SuB wächst. Er kann das einfach nicht lassen

Weisser Schrecken von Tom Finn - erschienen bei Piper - ein "Wintermärchen"

rest.pngNachtrag Mitte März 2013

Auf der Buchmesse in Leipzig erfahre ich den Titel des neuen Buches von Tom Finn, das zusammen mit meinem im Frühjahrsprogramm von Knaur erscheinen wird.

Witzigerweise beginnen wir beim Ploterzählen gleich: „Der Protagonist erfährt von [seiner besonderen Herkunft*] und…“ Inhaltlich sind unsere Bücher völlig verschieden. Ich kann mir trotzdem vorstellen, dass die Themen eine ähnliche Zielgruppe ansprechen. Außerdem wird Toms Buch gut! Ich weiß das, weil ich im Dezember ‘12 „Weißer Schrecken“ gelesen habe. „Das Neue“ steht damit schon mal auf meiner Anschaffungsliste.

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*Hier verraten wir uns genaueres, aber das wird natürlich noch nicht ausgeplaudert.

Wolf und Katze

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Bildrechte: Sven Rudloff – Düsseldorf (privat)

katze.pngNachtrag Mitte März 2013

In der aktuellen Szene erblickt die dritte Katze, also ein Katzenbaby das Licht von Merles literarischer Welt. Sie ist eine grau-weiß gescheckte Irgendwas-Waldkatze und hat ein reales Vorbild: Kira eine grau-getigert/weiß gescheckte sibirische Waldkatze. eines Freundes. Die richtige Bezeichnung für die Farbe lautet: black tabby classic/ white. Alles klar?

Ihr Name ist Jorinde, nach dem Märchen von Jorinde und Joringel, eine kaum bekannte Liebesgeschichte, auf die ich während der Recherche stoße.

Außerdem lerne ich Thomas Wolff* kennen. Er ist ein Mann, der in Merles Leben in jeglicher Hinsicht eine sehr wichtige Rolle einnehmen wird. Mit ihm und seinem Nachnamen wird es eine Anlehnung an Rotkäppchen geben.

Zu meinem eigenen Erstaunen tritt Thomas etwas anders auf, als ich ihn mir im Exposé vorgestellt habe. Ich bin gespannt, welche Überraschungen bezüglich seiner Person noch auf mich warten.

Geschrieben: ca. 60 Seiten

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*Edit: Im November 2013 wird aus Thomas Wolff Jakob Thomas Wolff. Warum das so ist, steht hier

Durcheinander

Ich mag Randbemerkungen. Deshalb gibt es hier auch ständig welche

handlung.pngNachtrag Anfang März 2013

Der Zugang zu Handlung und Figuren verstärkt sich. Ich beginne, nicht mehr chronologisch zu schreiben, sondern eine Szene, die ich schon fix und fertig im Kopf habe. Dabei stelle ich wieder fest, dass ich ohne Textverarbeitung und Computer nicht schreiben könnte: Das szenische Schreiben bedeutet hinterher Überarbeitung. Es kann passieren, dass ich Figuren oder Handlungen beschreibe, die sich aber, bis es zu der verfassten Szene kommt, verändert haben.

Mal ein ganz banales Beispiel:
Merle hat in meiner Vorstellung als Großstädterin kein Auto, sondern greift auf Car-Sharing zurück. In einer Szene kommt sie also mit einem gemieteten Auto an. Wenn ich aber nun auf die Idee komme, dass sie doch ein Auto hat, oder eine Vespa oder ein Fahrrad, werde ich das beachten müssen. Ansonsten gibt es unschöne inhaltliche Logikbrüche. Diese versuche ich, mit Randbemerkungen zu vermeiden.

Trend-Buch













Everything is a remix

Band 1 der großartigen Graphic-Novel Serie "Fables"
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Nachtrag Anfang März 2013

Ich erfahre, dass der Verlag die Veröffentlichung im Frühjahr 2014 plant. Abgabe des Manuskriptes ist im August 2013. Das ist nach meiner bisherigen Planung gut zu schaffen. Und ja: Das Projekt „K“ ist ein Trend-Buch und reitet auf der aktuellen Märchen-Welle. Ich habe ein paar Folgen von „Grimm“ gesehen und bin am Anfang besorgt, meine eigenen Ideen dort wiederzufinden. Inzwischen erscheint es mir wenig wahrscheinlich, denn Grimm entfernt sich doch sehr von den tatsächlichen Märchenmotiven.

Ich möchte aber ganz offen zugeben, dass mich die Lektüre von Bill Willinghams Graphic Novel „Fables“ inspiriert hat.

Genau wie die Autoren dieser fantastischen Serie habe ich ein paar Gut-Böse-Zuordnungen umgekehrt, eine weitere Inspirationsquelle (Ein Vortrag über Spukhäuser auf der Fantastiktagung 2011) hinzugemixt und heraus kommt eine ganz neue Geschichte.

Geschrieben: ca. 50 Seiten

Fernsehserien der Achtziger und Exorzismus




Durch Änderung des Zeitrahmens können leicht zeitliche Logikfehler entstehen

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Mit „Bell, Book & Candle“ (Glocke, Bibel und Kerze) sind einst Hexen vertrieben oder exkommuniziert worden

recherche.pngNachtrag Anfang März 2013

Das Internet weiß inzwischen ja alles. Und so kann ich leicht überprüfen, welche Serien Merle als Kind angesehen hat (eine Sache, die ich ganz und gar unwichtig in einem Satz abhandele). Da wir beide ungefähr gleich alt sind, ist das für mich natürlich eine schöne Ausrede für eine Reise in die Vergangenheit.

Mit dem Exorzismus ist es schwieriger, da er für die Handlung wichtig ist. Ich habe ein paar Ideen im Kopf und stelle nun fest: So, wie ich es darstellen will, wird erst in der frühen Neuzeit (ab 1614) ausgetrieben. Das stellt meine Zeitleiste infrage, denn es sollte einen Rückgriff auf das späte Mittelalter (ca. 1450 geben). Jetzt muss ich entscheiden, ob ich Merles Forschungsergebnisse 100 Jahre vorverlege, dieses Detail weglasse oder pfusche. Ich bin unentschlossen und werde mich vermutlich ein paar Mal umentscheiden.

Geschrieben: ca. 40 Seiten

Neues Blog

formelles.pngNachtrag Ende Februar 2013

Ich entscheide mich, dieses neue Blog-Projekt zu starten und gleichzeitig endlich eine Autoren-Homepage einzurichten (www.dianamenschig.de, die ebenfalls hierhin referiert). An diesem Tag entstehen die ersten Texte bis zu diesem Eintrag. Als nächstes kommt die Suche nach einem Design und die Klärung der üblichen Randfragen: Kommentare? Eigene Domain oder Unter-Domain? Welches Design? Und die wichtigste: Werde ich meinem formulierten Anspruch gerecht?

Das alles zieht sich ein paar Tage hin, bis das Ergebnis nun hier sichtbar wird.

Webstuhl, Koffer und Versandhauskataloge








Vielleicht wird Merle die Kataloge bei eBay versteigern

ambiente.pngNachtrag Mitte Februar 2013

Über die Recherche zu Schwarzwaldbauernhöfen lerne ich, dass früher Hauswebstühle üblich gewesen sind. Das gefällt mir, immerhin ist meine Heimat, der Niederrhein, ehemals eine Hochburg des Webens gewesen. Also findet so ein Hauswebstuhl Eingang in die Geschichte. Allerdings hat er nur eine Nebenrolle von zwei bis drei Sätzen. Genau wie die alten Versandhauskataloge, die sich perfekt eignen, um nebenbei eine Jahreszahl unterzubringen!

Der Koffer dagegen steht in meinem Büro und sieht exakt so aus wie dieser hier oben.

Er hat von allen Gegenständen die Hauptrolle. Und seit er in der Geschichte aufgetaucht ist, muss ich ständig an „Koffer“ aus Siebenstein denken. Aber keine Sorge, er wird nicht sprechen!

Geschrieben: ca. 35 Seiten

Merles Freunde

Sven und Jens sind neben Carsten oder Björn sehr typische Namen dieser Generation.
ABBA sei Dank

personen.pngNachtrag Mitte Februar 2013

Jetzt folgen die Fragen zu Merles Umfeld: Welche und wie viele Freunde hat sie? Wo leben diese? Wie ist der Kontakt? Ihre nähere Zukunft hat bereits beim Schreiben des Exposés festgestanden, sie ist (logisch!) Teil der Handlung. Auch die Vergangenheit, die Merle bis zum Beginn des Buches zu dem gemacht hat, was und wie sie ist, kenne ich. Was aber ist mit der restlichen Vergangenheit?

So trifft sie in Steinberg alte Bekannte und eine Sandkastenliebe wieder. Björn Dreher erblickt das Licht von Merles literarischer Welt. Er ist natürlich inzwischen verheiratet und hat ein Kind. Merle ist Single. Jetzt habe ich eine Menge Ideen, was daraus wird.

Geschrieben: ca. 25 Seiten

Klopuschel mit Katze












Mit „Klositzbezug“ würde ich eine bezogene Klobrille assoziieren

katze-drache.png
Hier: „Katze auf Drache“. Das ist atmosphärischer als „Katze auf Klo“

katze.pngNachtrag Anfang Februar 2013

Merle verlässt nun Hamburg und bricht in den Schwarzwald auf. Plötzlich materialisieren sich Katzen in der Geschichte. Mir ist sofort klar, was die Katzen für eine Aufgabe haben und warum ich sie unbedingt benötige. Schließlich kommen in unglaublich vielen Märchen Katzen vor! Diese werden zwar nicht sprechen können, Merle aber trotzdem tatmaunzig unterstützen. Es wird vier Katzen geben: eine schwarze („Die Alte“) und eine rot-weiß gescheckte haben ihren ersten Auftritt. Die dritte versteckt sich und die vierte ist noch nicht geboren. Ich bin gespannt.

Die gescheckte Katze liegt auf einem Klodeckel, der mit so einem Plüschdings bezogen ist. Und ich verbringe viel Zeit damit, nachzuforschen, wie das Ding wohl heißt. Ich entscheide mich für den schnöden lodeckelbezug. In meiner ersten Wohnung habe ich übrigens auch einen gehabt. Hey, das ist früher so üblich gewesen!

Merles Familie













Zum Glück gibt es die Suchen-Ersetzen-Funktion  

stammbaum-web.png

personen.pngNachtrag Anfang Februar 2013

Merles Familiengeschichte ist Teil der Handlung. Auch hier brauche ich mehr Details. Und stelle fest, dass Hansen natürlich eine nordische Variante ist. Merle sollte Hanser, Hänser oder Hänsler heißen. Im Moment schwanke ich noch zwischen Hänssler und Hänsser. Merles hat einen patronymischen Nachnamen. Da heißt, dass irgendwann Jemand „Sohn des Hans“ genannt wurde.

Erstaunlich: Obwohl patronymische Namen sehr häufig sind und es knapp 13.000 Einträge für Hansen im Telefonbuch gibt, kommt Hanser auf nur knapp 500 Einträge. Hänser, Hänsser, Hänsler und Hänssler schaffen es zusammen auf nicht einmal 600 Einträge.

Dann zeichne ich einen groben Stammbaum, den ich während des Schreibens weiter ausarbeiten werde, je nachdem, welche Person für die Handlung wichtig wird. Bei Merles Großmutter schwanke ich noch, ob sie Helene oder (Mar)g(a)rete heißen wird.

Ein Handlungsort

ort








Die Fiktion löst die Realität ab

haus-web.png

orte.pngNachtrag Anfang Februar 2013

Zweiter wichtiger Handlungsort neben Hamburg wird das Schwarzwalddörfchen Steinberg. Das Steinberg der Geschichte gibt es nicht. Genauso wenig wie den kleinen Schwarzwaldbauernhof, auf dem Merles Großmutter gelebt hat. Aber natürlich soll beides so realistisch wie möglich sein. Steinberg wird ungefähr da liegen, wo die Orte Steinen und Hägelberg sind: In der Nähe von Lörrach im Markgräflerland. Die Vorlage für das authentische Ambiente liefert mir daher unter anderem das Freilichtmuseum Vogtbauernhof.

Geschrieben: ca. 15 Seiten

Der Anfang











Manche Namen sind nur Arbeitsnamen und können sich jederzeit ändern

Alte Schnappschüsse vom Sandtorkai Richtung Steinwerder und Landungsbrücken/ Baumwall

handlung.pngNachtrag Anfang Februar 2013

Ideen für den Prolog und den ersten Satz entstehen. Auch die Personen, denen ich dieses Buch widme, stehen bereits fest. Es ist Anfang Februar 2013, und ich kann anfangen.

Zu Beginn schreibe ich sehr wenig. Merles Persönlichkeit und Charakter habe ich bereits fest im Kopf. Aber natürlich muss ich sie ausarbeiten, genau wie alle anderen Figuren. In diesem Fall beginne ich mit Merles Arbeitsumfeld und einem ihrer Arbeitskollegen: Jens Stockmann, Pressesprecher der Stiftung Kinder-Zukunft. Er ist ungefähr genauso alt wie Merle (Anfang 40). Sie hat sich in ihn verknallt, als sie sich kennengelernt haben. Aus einer Beziehung ist jedoch nichts geworden, und eine sehr gute Freundschaft ist davon übrig geblieben.

Merle Hansen lebt und arbeitet in Hamburg. Die Geschichte beginnt in ihrem Büro. Und da fällt mir ein besonderer Nachmittag ein, an dem wir im Büro, in dem ich damals in Hamburg gearbeitet habe, fotografiert haben.

Ja, Fotografieren ist an diesem "damals" noch etwas besonders. So mit Film und Bildentwicklung und so. Also krame ich nach den alten Fotos und versuche, etwas von ihrer Stimmung in das erste Kapitel einfließen zu lassen. Vorher muss ich herausfinden, ob der Hamburger Michel immer noch kupferbraun ist. Ist er.

Geschrieben: ca. 5 Seiten

Die Formalitäten

Merles Geschichte wird ein 300 - 350 Seiten starkes Taschenbuch

formelles.pngNachtrag Januar 2013

Es gibt viele Wege bis zu einem Buchvertrag. Für Merles Geschichte entsteht bis Dezember 2012 ein vierseitiges Exposé und wird in zwei Bearbeitungsrunden über Agentur und meinen Verlag schließlich Ende Januar 2013 angenommen. Weitere Details besprechen wir in den nächsten Wochen. Das vertragliche regelt meine Agentur Schriftart. Zum Glück. Ich bin froh, wenn ich alles, was entfernt mit Buchhaltung zu tun hat, outsourcen kann.

Was bisher geschah



Nebel ist immer für eine Inspiration gut

formelles.pngNachtrag November 2012

An einem Sonntagmorgen Mitte November 2012 sitzen meine Agentin Julia Abrahams und ich in meiner Küche zusammen und denken laut darüber nach, wie mein neues Projekt nach "Hüter der Worte" aussehen könnte. Es schwirren ein paar Ideen und lose Gedanken herum, von denen sich jedoch keiner in meinem Kopf einnisten will.

Doch der Anfang ist gemacht, und am nächsten Morgen, als ich mit meinen beiden Hunden durch dichten Nebel gehe, entsteht eine Geschichte daraus.

Es ist die Geschichte von Merle Hansen, die ihre ganz besondere Herkunft erforscht und dabei eine sehr tödliche Entdeckung macht. Eine Urban-Fantasy-/ Mystery-Geschichte mit Märchenanteil. Im Folgenden wird es Projekt "K" genannt, da der Arbeitstitel viel zu viel verrät.

Es war einmal...

rest.pngHerzlich Willkommen bei meinem neuen Blog-Projekt. Noch mehr als mit www.worthueter.de, wo ich meinen Protagonisten Tom über das Buch und die Welt bloggen lasse, möchte ich hier über den Verlauf meines neuen Buchprojektes berichten. Über Inspiration, Recherchen, Gedanken und alles was dazugehört. So können Sie Eintrag für Eintrag erleben, wie dieses Buch entsteht.