Zwischenstand Textarbeit

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Laut Zollpapieren 4,110 Kilogramm Geschichte - mit Widmung :-)

Am Wochenende bringt der Paketbote ein weiteres Buch, mit dem ich das ganze Jahr gearbeitet habe. Ich habe es zunächst über die Landesbibliothek Düsseldorf geliehen und Scans gemacht, aber nach der ganzen Zeit will ich es dann doch "in echt" mein Eigen nennen.

Für das Manuskript bzw. die Authentizität ist es ein wichtiger Baustein - und kommt meinem bereits erwähnten übersteigerten Hang zu Recherche und Realismus entgegen. Aus diesem Buch stammt beispielsweise die bei Elisas Vater erwähnte Landflucht aufgrund mehrerer Viehseuchen in den 1880ern.

In der Zwischenzeit erfährt der Text eine dramatische Veränderung. Ca. 90 Seiten werden am Anfang weggekürzt. Das fühlt sich an wie eine Amputation, wie mein Kollege Bernhard Hennen einmal treffend bemerkt hat.

Dieses Mal ist es aber meine freie Entscheidung (anders als bei meinem Debütroman "Hüter der Worte", wo die fehlenden Teile heute noch Phantomschmerz verursachen.) und keine, die aus formalen Zwängen oder verlagsseitigen Vorgaben resultiert.

Die Seiten sind Ballast, stören, sind - ganz hart gesagt - überflüssig. Drei von fünf Testlesern haben das Gefühl, dass die Geschichte erst auf Seite 90 anfängt.

Soll sie also. Weg mit dem Rest.