Von Schweineblasen und Läusen

quelle mit getarntem hund.jpg
Eine gute Quellenangabe braucht eine Quelle. Hier mit getarntem Hund

Autoren werden häufig gefragt, woher sie ihre Inspiration nehmen. Meine Antwort ist (wie die vieler Kolleginnen) wenig überraschend: Aus der Realität. So spielt in einer Episode (Weihnachten 1915) bei einem Dummjungenstreich eine mit Blut gefüllte Schweinsblase eine tragende Rolle. Diese Anekdote habe ich aus einer Seniorenzeitschrift übernommen, die ich irgendwann mal in einem Wartezimmer gelesen habe. Dort wird sie als wahre Begebenheit in den 60ern hier am Niederrhein erzählt und ich habe wenig Grund, daran zu zweifeln...

Im zweiten Fall hat eine Kollegin beim Autoren-Stammtisch erzählt, sie habe im Tagebuch ihres Vaters gelesen, dass er nach seiner Rückkehr aus dem Zweiten Weltkrieg nachts nicht schlafen konnte, weil ihm das Kribbeln der Läuse fehlte. Allein bei dieser Vorstellung läuft es mir kalt den Rücken runter. Und da Läuse (und jegliches andere Ungeziefer) auch im Ersten Weltkrieg ein beständiges Problem waren, habe ich auch diese wahre Anekdote mit Erlaubnis meiner Kollegin eingebaut. 

Warum sich die Mühe machen und sich solche Dinge ausdenken...?